Work-Life-Bullshit?

von Michael Gross

Es gibt nur wenige Dinge im Leben, die wir mit Erfolg und Scheitern verbinden wie unseren Job. Von dem, was wir täglich tun, hängt entscheidend ab, welchen Status wir in unserem  gesellschaftlichen Umfeld haben. Denn Arbeit bestimmt nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch unser soziales Prestige.

Anerkennung und Wertschätzung sind zentrale Bedürfnisse der „modernen Arbeitsmenschen“.  Arbeit gibt dem Leben Sinn, Identität und Struktur. In der Arbeit kann der Mensch zeigen, welche Talente in ihm stecken. Woher kommt dann die Diskussion über die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit?  Von zu viel Stress in der Arbeit und zu wenig Freizeit für sich selbst?

Ich kann das Gejammer der Worklife Balance – und Burnout-Propheten nicht mehr hören. Die Trennung von Arbeit und Freizeit führt in die Irre und wird dem Wert der Arbeit nicht gerecht. Das merken alle, die 4 Wochen Urlaub machen und schon nach 10 Tagen nicht mehr wissen, wie sie die Langeweile überbrücken sollen.

Wir sollten uns vielmehr damit auseinandersetzen, was „gute“ Arbeit ist. Wer mit Freude arbeitet, der bringt etwas Gutes zustande.  Die christliche Lehre sagt, Arbeit ist aktive Teilhabe am Schöpfungswerk Gottes. So etwas würde ein Atheist nicht sagen.  Aber er würde sagen, ohne Arbeit verkümmert der Mensch, weil er sich nicht entfalten kann. Arbeit zerstört nicht das Leben, es ist das Leben. Und Freizeit ist eine Illusion.

Ein Kommentar zu “Work-Life-Bullshit?”

  1. Rango - Avatar Rango sagt:

    Es gibt auch noch ein Leben ohne Arbeit!

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